Schlagwort-Archiv: StadtWerkstatt

Diskussion mit Stadträten und Bürgern zum Recht-Auf-Stadt-Tag

igfrei041Die Diskussion mit Stadträten und Bürgern im Rahmen der 2. Stadtwerkstatt hatte vorallem die sich drastisch verschärfende Situation auf dem Dresdener Wohnungsmarkt zum Thema. Dabei hat sich wieder einmal mehr gezeigt, dass Engagement dringend Not tut.

…, und viele Leute nicht wählen gehen. […] die CDU schafft es ihre Wähler an die Wahlurne zu bekommen. Da halten die Zusammen wie […] Pest und Cholera. […] Ich kann nur jeden animieren engagiert euch, seid auch laut, geht wählen

Es wurde aber auch dazu aufgefordert sich nicht auf Sachzwangargumente einzulassen und den Politikern etwas von ihrer eigentlichen Arbeit übrigzulassen.

Das Verständnis dafür das eben alles so läuft wie es ist. […] Das finden wir hier in der Runde ja auch obwohl niemand von der CDU dabei ist. Ich muss ehrlich sagen ich muss dafür kein Verständnis haben

Darüber hinaus sind auch alternative Praktiken, wie etwa Finanzierungen über Direktkredite angesprochen worden, die gar nicht über die offizielle Politik vermittelt sind.

Download der Diskussion mit Stadträten als mp3 oder ogg Datei

Außerdem war eine Vertreterin des Kompott aus Chemnitz da, um über dieses Projekt zu berichten und insbesondere darüber, dass auch eine ganz andere Politik seitens der Stadt möglich wäre, wenn sie denn gewollt wäre.

Download der Vorstellung des Chemitzer Projekts „Kompott“ als mp3 oder ogg Datei

Banner für den Aktionstag am 28.09.2013

Stadtwerkstatt II – “Recht auf Stadt” Aktionstag

Am 28.09 ist es wieder soweit. Die IG freiräume lädt zur zweiten partizipativen Stadtwerkstatt am bundesweiten “Recht auf Stadt” Aktionstag unter dem Slogan “Keine Profite mit der Miete” ein.

Dabei soll im Rahmen des Neustadt Art Festival nicht nur mächtig musiziert und rezipiert sondern auch kräftig diskutiert werden. Zum Beispiel mit Vertreter_innen aus Stadtpolitik und Verwaltung die genauso wie du zu einer Fishbowl-Diskussion eingeladen sind. Auch abseits der “großen Politik” wollen wir mit euch darüber sprechen, wie wir gemeinsam akuten Missständen in der Stadtentwicklung Dresdens entgegentreten können. Dabei soll es nicht nur um Verdrängungseffekte, Zwangsräumungen und andere Gentrifizierungsaspekte gehen, auch deine stadtpolitischen Themen bekommen ihren Raum.

Für die nötige Entspannung und Inspiration sorgt neben dem Ambiente der Waldbühne ein breit gefächertes Musikprogramm, Filmvorführungen, Workshops und jede Menge Kleinkunst.

Programm am Samstag 28.09

  • ab 14:00 (durchgehend) Filmvorführungen, interaktiver Stadtplan, Fotoausstellung …
  • ab 14:00 – kleine Diskussionsrunde mit lokalen Initiativen
  • ab 14:30 – Konzert: Red Cabin
  • ab 16:00 – Fishbowl Diskussion mit Vertreter_innen aus Stadtpolitik und Verwaltung
  • ab 18:00 – kleine Diskussionsrunde zu Handlungsoptionen
  • ab 18:00 – Konzert: G I O – The Guided Improvisation Orchestra
  • ab 19:30 – Konzert: ByeBye
  • ab 21:00 – Konzert: Mad Man’s Milk
  • ab 22:30 – Konzert: Ste:goons
  • ab 23:30 – Konzert: Bleckburk

Wenn du etwas beitragen möchtest, schreibe bitte an freiraum@freiraum.fueralle.org oder komme zum nächsten Vorbereitungstreffen am Mittwoch 25.09. um 20:30 Uhr im kukulida (Martin-Luther-Straße 1).

Mehr Infos

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Waldbühne am Amphitheater

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Waldbühne am Amphitheater 51.071913, 13.763380

StadtWerkstatt der IG Freiräume gestartet

Am Samstag, den 25. Mai 2013, ist die StadtWerkstatt der IG Freiräume gestartet. Die StadtWerkstatt ist ein Raum für Vernetzung, Selbstermächtigung, Bildung und konkrete politische Intervention in der Stadt. Sie ist auch ein Farbtupfer im grauen Alltagsbetrieb der Stadt und bringt unkommerzielle Kultur und Unterhaltung auf die Brachen, die eine einseitig an Marktbedürfnisse orientierte Stadtentwicklung hinterlässt. Der Ort der ersten StadtWerkstatt der IG Freiräume war die Grünfläche vor der Königsbrücker Straße 119, einer städtischen Liegenschaft die bereits seit einem Jahrzehnt leersteht und für die es in der Vergangenheit schon ein Nutzungskonzept als soziales Stadtteilzentrum gab.

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Die IG Freiräume, die in ihr organisierten Projekte und die Freunde der unkommerziellen Dresdner Projekte haben deswegen am 25. Mai den Rasen vor der Königsbrücker Straße 119 von einer Brache in einen lebendigen Freiraum verwandelt. Ab Mittag gab es Musik, Verpflegung (vielen Dank an CasabuntA) und Informationen für neugierige Passanten, während die ersten Gäste eintrafen. Ab 14 Uhr fand eine großen Vernetzungs- und Informationsrunde statt, bei der einerseits die prekäre Lage vieler Dresdner Projekte und auf der anderen Seite ein großer Informationshunger und der Wille zu mehr gemeinsamen Handeln deutlich wurde. Zu einer tiefer gehenden, mehr an der konkreten Dresdner Sitation orientierten Analyse gab der Film „Kampf um den Kiez“ Anlass, der den Anstoß zu einer langen und fruchtbaren Diskussion gab. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung und Diskussion wurde der Geist auch durch kulturelle Angebote angeregt, etwa durch einen Streetartworkshop des AsoNet, einer Lesung von Silvio Colditz sowie Livemusik von Fogo do Ritmo, der Evergreen Troijka und Andi Valandi.
Trotz des Vorbereitungsstresses und des launischen Wetters war die erste StadtWerkstatt ein guter Auftakt für weitere Aktivitäten, sowie eine Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen, im Park zu chillen, Musik zu hören, anregende Diskussionen zu führen und dabei das politisches Anliegen der IG Freiräume nach außen zu tragen.

Hier entsteht für Sie…

…leider seit 11 Jahren nichts. Die Königsbrücker 119 ist eines von vielen Beispielen verfehlter Stadtpolitik. Anstatt die Bemühungen für ein Stadteilzentrum zu unterstützen, versucht die Stadt seit 9 Jahren die Fläche zu verkaufen.

Königsbrücker Straße 119Königsbrücker Straße 119, 01099 Dresden

…eine partizipative StadtWerkstatt. Am 25. Mai machen wir die Grünfläche vor der Königsbrücker Straße 119 mit Workshops, Konzerten, DIY-Kunst und politischen Diskussionen zu einem Experimentierfeld für Stadtentwicklung von unten.

Jahrelang oder sogar jahrzehntelang bleiben Flächen und Gebäude der Stadt ungenutzt, während gleichzeitig der Raum für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt immer knapper wird. Dies betrifft Wohnraum genauso wie Raum für soziokulturelle und politische Aktivitäten, für alternative Stadtteilzentren, Gärten oder Ateliers. Projekten wird gekündigt, weil die von ihnen genutzten Flächen plötzlich höhere Renditen versprechen, Mieten steigen und die ursprünglichen Bewohner werden aus ihren Stadtvierteln verdrängt.
Wir laden dich ein, gemeinsam mit uns auf die unhaltbare Situation aufmerksam zu machen und gleichzeitig zu zeigen, wie eine Stadt aussehen kann, deren Gesicht durch uns BewohnerInnen und nicht durch Großinvestitionen und Supermarktketten geprägt wird.

Offene Vorbereitungstreffen
15. Mai und 22. Mai jeweils 20 Uhr im Kukulida e.V. (Martin-Luther-Straße 1).

Warum die Königsbrücker 119?
Der früher als Wehrkreiskommando, Bußgeldstelle und Liegenschaftsamt genutzte Gebäudekomplex verfällt seit elf Jahren, da die Stadt eine Nutzung als Soziales Zentrum ablehnt und seit neun Jahren erfolglos versucht das Grundstück zu verkaufen. Wir wollen mit diesem Ort exemplarisch auf eine Politik hinweisen, die ehrenamtliches Engagement oft eher behindert als fördert.
Für eine lebendige Stadt müssen sich BürgerInnen ihren Raum wieder aneignen. Sie müssen gemeinsam darüber bestimmen können, was mit den städtischen Flächen und Häusern passiert –  gerade dann, wenn diese jahrelang nicht genutzt werden.

Programm