Artikel in der Sächsischen Zeitung vom 26.03.2013

Demo-Einsatz: Polizei zu Unrecht kritisiert?

Nach dem umstrittenen Einsatz gegen mehrere Dutzend Fahrradfahrer in der Prager Straße spricht Dresdens Polizeichef Dieter Kroll von haltlosen Vorwürfen der „Interessengemeinschaft Freiräume“. Die IG hatte nach ihrer Demo am Samstag von „Jagdszenen“ der Polizei auf Teilnehmer gesprochen, die von den Rädern gezerrt worden seien. Die Radler seien eingekesselt worden und hätten bis zu 2 Stunden in der Kälte ausharren müssen. Ein Teilnehmer sei schwer verletzt worden.

Die Polizei teilte nun mit, die Radler-Demo der IG Freiräume habe nachmittags mit 150 Leuten in der Ostra-Allee begonnen und sei dann zweimal von ihren Versammlungsleiter beendet worden ‒ in der Columbus- und in der Hübnerstraße. Mehrfach seien die Radler als große Gruppe jenseits aller Verkehrsregeln unterwegs gewesen. Auch von der Hübnerstraße in die Fußgängerzone. Rote Ampeln, der Gegenverkehr und die Anweisungen der Beamten seien gezielt missachtet worden. Die sei dann zur Ahndung dieser Ordnungswidrigkeiten in der Prager Straße „angehalten“ worden. Sie hätten auch Platzverweise bekommen, um eine erneute Versammlung zu verhindern. Eine Augenzeugin nannte den Polizeieinsatz inder Fußgängerzone „bedrohlich“. (lex)

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