Kategorie-Archiv: Projekte

Werkstadtladen geht ins Exil

Die Betreiber des Werkstadtladen können die offene Werkstatt in Löbtau nicht als Freiraumprojekt weiterführen. Am Ende führten Geldmangel und Aufwertung dazu, dass der Verein in neue Räume in der Rosenstraße umziehen muss und sein Angebot nur noch für Vereinsmitglieder aufrechterhalten kann. Der Verein möchte dies ganz explizit als eine Pause und nicht als kompletten Rückzug verstanden wissen und wirbt deswegen um weitere Mitglieder, um in Zukunft eine tragfähige Finanzierung auf die Beine zu stellen. Siehe dazu die komplette Verlautbarung des Werkstadtladens.

Mietshäusersyndikat-Banner

Mietshäusersyndikat: Gesetzentwurf zum Verbraucherschutz entzieht sozialen Unternehmen die Finanzierung

Wir und das ge­sam­te Miets­häu­ser­syn­di­kat brau­chen drin­gend po­li­ti­sche Un­ter­stüt­zung.

Die al­ter­na­ti­ve Wirt­schafts­sze­ne schlägt Alarm. Der Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung für ein Klein­an­le­ger­schutz­ge­setz ge­fähr­det Fi­nan­zie­rungs­mo­del­le, die sich seit Jahr­zehn­ten be­währt haben. Be­ste­hen­de so­zia­le Un­ter­neh­men wer­den mit wirt­schaft­lich nicht trag­ba­ren Kos­ten be­las­tet, neue In­itia­ti­ven ab­ge­würgt. Be­trof­fen sind zum Bei­spiel viele Wohn­pro­jek­te mit so­zi­al­ver­träg­li­chen Mie­ten, Kol­lek­tiv­be­trie­be, Kitas und Dorf­lä­den, „Bür­ge­r­ener­gie“-​
Pro­jek­te, aber auch klei­ne­re Ge­nos­sen­schaf­ten. Sie alle müss­ten in­ner­halb von we­ni­ger als einem Jahr ihre Fi­nan­zie­rung um­stel­len — eine Auf­ga­be, die kaum zu be­wäl­ti­gen ist. Weiterlesen

Prozess gegen den Freiraum Elbtal e.V. geht in die Verlängerung…

Am Dienstag den 29. April fand die erste Verhandlung vor dem Landgericht statt. Die Erbengemeinschaft Grumbt verklagt darin den Freiraum Elbtal e.V. auf Räumung des gemieteten Geländes. Im Prozess sollte von Seiten des Vereins die Rechtmäßigkeit der Kündigung angezweifelt werden.

Vor dem Gerichtsgebäude veranstaltete die IG Freiräume eine Mahnwache, um auf das Aussterben sozialer und kultureller Projekte durch steigende Immobilienpreise aufmerksam zu machen. Daran nahmen rund 400 Menschen teil.

Vor der Beweisführung unterbreitete der Richter beiden Parteien den Vorschlag einer Einigung mittels Vergleich. Beide Parteien bekamen 3 Wochen Widerspruchsfrist, welche die Erbengemeinschaft inzwischen genutzt hat, um den Vergleich abzulehnen.

Wäre der Vergleich zustande gekommen, hätte daraus ein kurzfristiger Aufschub bis Ende 2014 für den Verein resultiert. Nun wird die nächste Verhandlung am 23. September 2014 stattfinden.

Mit dem Ausgang der Verhandlung hat der Freiraum Elbtal ein paar Monate Zeit gewonnen. Jedoch ist er weiterhin existenzbedroht, solange es keine langfristige Lösung für seinen Verbleib gibt.

Freiraum Elbtal BLEIBT !

Öffentliche Verhandlung zur Räumungsklage Freiraum Elbtal e.V.
Landgericht Dresden
Lothringer Straße 1
Sitzungssaal A1.78
Beginn: Di, 29.4. 16:00 (früher da sein!)

Mahnwache gegen das Projektesterben
Beginn: 15:00 (ebenda)

Die Situation um den Verbleib des Freiraum Elbtal spitzt sich zu. Nach der Kündigung durch die Eigentümer im Juni 2013 verließen die Mieter_innen des Geländes Leipziger Straße 33A nicht. Nun sollen sie mit einer Räumungsklage zum Auszug gezwungen werden.

Am Di, 29.4. 16:00 findet dazu im Landgericht Dresden der erste – vielleicht auch einzige – Prozesstermin statt. Die IG Freiräume veranstaltet aus diesem Anlass eine „Mahnwache gegen das Projektesterben“ vor dem Gerichtsgebäude. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an dieser Soli-Aktion zu beteiligen und sich damit mit den Betroffenen zu solidarisieren. Weiterlesen

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Wohn- und Kulturprojekt RM16 sucht Deine Unterstützung

Viele noch existierende Kulturräume in Dresden stehen vor dem Aus. Unser Wohn – und Kulturprojekt RM 16 in Pieschen hat nun die Chance, dauerhaft ein Raum für gesellschaftskritische Politik, Kultur und selbstorganisiertem Wohnraum zu werden.

Selbstorganisiert wohnen – solidarisch wirtschaften!

Das damals lange leerstehende Mehrfamilienhaus in der Robert Matzke Straße in Pieschen wurde im Oktober 1999 besetzt und wird seit dem als linkes Wohn- und Kulturprojekt genutzt. Wir sind derzeit 14 Leute zwischen 4 bis 40 Jahren mit unterschiedlichen sozialen Backgrounds. Unsere Wohngemeinschaft ist selbstorganisiert und wir streben ein reflektiertes Zusammenleben, frei von Diskriminierung an. Weiterlesen

Reden zur Demo „Freiräume erhalten“ am 1. Februar

Black Wok, Martin-Luther-Platz
Werkstadtpiraten, Louisen-/Ecke Görlitzer Straße

Black Wok, Martin-Luther-Platz

Liebe Hungrige, liebe Menschen,
Auch wir wollen über Freiräume sprechen. Fünfeinhalb Gedanken zu Freiräumen, aus der Perspektive einer Küche.

Erstens) Freiräume sind nicht das Salz in der Suppe, sondern die Hefe im Teig!

Freiräume und selbstverwaltete Projekte sterben aus. So verschwanden zum Beispiel im letzten Jahr: Friedrichstadt Zentral (Atelier und Arbeitsstätte von Kunstschaffenden), der KOK (aus einer Besetzung hervorgegangenes, studentisch verwaltete Räume an der TU Dresden), Abfallgut (Wertstoffhof mit angeschlossenem Umsonstladen in Pieschen), die blaue Fabrik (Kulturort und Künstlervereinigung in der Neustadt), die Praxis (linksradikales Wohnprojekt in Löbtau), Probehaus G10 (von über 100 Künstler_innen genutzte Werkstätte in Reick), Büdchen (Wohnprojekt im Hecht) – es ist absehbar, dass die Liste sich verlängert. Städtische Akteur_innen, zum Teil in Zusammenarbeit mit dem LKA, wirkten in den letzten zwei Jahren mit großem Druck auf die Schließung der letzten Dresdener Freiraum-Orte hin. Die Schließungen verhallen in der Stadt weitesgehend ohne Echo- bis auf die Szene und ein paar Kleinstrukturen gibt es weder Protest, noch überhaupt Resonanz in der Öffentlichkeit.
Es ist anzunehmen, dass der Freiraum Elbtal keine Extra-Tofuwurst gebraten bekommen wird. Er steht jetzt auch auf der Abschussliste. Auf Grund der größe und Lage des Projektes sticht er besonders raus. Ebenfalls bietet er für viele Akteur_innen Infrastruktur und Wohnraum. Hier geht es aber nicht darum, die Stadt Dresden ein bisschen schöner zu machen, sondern es geht darum, die lebenswerter zu machen und Orte zu organisieren, die abseits herkömmlicher Marktlogiken funktionieren. Schließung wäre ein Verlust für Viele zum Preis von teuren Wohnungen für Wenige. Aber wir wollen uns diesen unkommerziellen Freiräum und Experimentierfeld für unsere Lebensentwürfe nicht nehmen lassen. Wir von Black Wok sehen uns als Teil dieser Graswurzelbewegung. Wir schätzen die Möglichkeiten und die Vielfalt, die der Platz bietet sehr und setzen uns deshalb mit ganzer Kraft dafür ein, dass dieser Ort noch lange erhalten bleibt. Weiterlesen

Offener Brief zur Raumsituation an die Stadt Dresden

Nachdem wir die Dresdener Stadtpolitik seit fast einem Jahr kritisch begleitet, Verhandlungen geführt, Podiumsdiskussionen veranstaltet und besucht haben,  wendet sich die IG Freiräume nun mit einem Offenen Brief an die Stadträte und die Stadtverwaltung.

Wir fordern die Unterstützung ehrenamtlicher Projekte, eine städtische Anlaufstelle für nichtkommerzielle Initiativen, die Abkehr vom Höchstpreisverfahren bei der Vergabe von Immobilien, eine Senkung der Hürden zur Raumnutzung und vor allem die frühzeitige Einbeziehung in städtische Planungen auf Augenhöhe. Weiterlesen

k71

Neue Hausprojekte suchen deine Unterstützung

Zwei vielversprechende Hausprojekte, die zur Zeit in Dresden entstehen, stellen sich vor und werben um eure Unterstützung:

Liebe Leute,

wir sind zwei Hausprojektinitiativen aus Dresden. Diesen Herbst haben beide Gruppen den Kaufzuschlag für je ein Haus in einem Bieterverfahren bekommen, und sind seitdem tief in Arbeit vergraben, um diese Vorhaben umzusetzen. Weiterlesen

Geh 8 braucht Spenden um weitermachen zu können [Update]

Das Künstlerhaus geh8 braucht Geld um notwendige Reparaturmaßnahmen durchführen zu können, deswegen bittet die geh8 um Spenden:

[Update:] Dank vieler kleiner Spenden ist der nötige Betrag zusammengekommen.

Liebe Förderinnen und Förderer,
Liebe Freundinnen und Freunde der geh8,

eins können Sie uns glauben: Wir hätten lieber eine Postkarte aus dem Urlaub geschickt. Das Wetter ist prima, das Essen ist gut etc. Aber für uns ist momentan leider gar nichts gut: Unsere Atelier- und Ausstellungsräume in der Gehestraße 8 wurden Ende Mai durch das Dresdner Bauaufsichtsamt aufgrund einer fehlenden Nutzungsgenehmigung geschlossen. Seitdem dürfen wir – die 16 Künstler und Künstlerinnen des Hauses – weder dort arbeiten noch unser Veranstaltungsprogramm durchführen. Das ist kein Zustand. Aber noch können wir etwas tun – with a little help from our friends. Weiterlesen