Kategorie-Archiv: Gastbeitrag

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Mietshäusersyndikat: Gesetzentwurf zum Verbraucherschutz entzieht sozialen Unternehmen die Finanzierung

Wir und das ge­sam­te Miets­häu­ser­syn­di­kat brau­chen drin­gend po­li­ti­sche Un­ter­stüt­zung.

Die al­ter­na­ti­ve Wirt­schafts­sze­ne schlägt Alarm. Der Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung für ein Klein­an­le­ger­schutz­ge­setz ge­fähr­det Fi­nan­zie­rungs­mo­del­le, die sich seit Jahr­zehn­ten be­währt haben. Be­ste­hen­de so­zia­le Un­ter­neh­men wer­den mit wirt­schaft­lich nicht trag­ba­ren Kos­ten be­las­tet, neue In­itia­ti­ven ab­ge­würgt. Be­trof­fen sind zum Bei­spiel viele Wohn­pro­jek­te mit so­zi­al­ver­träg­li­chen Mie­ten, Kol­lek­tiv­be­trie­be, Kitas und Dorf­lä­den, „Bür­ge­r­ener­gie“-​
Pro­jek­te, aber auch klei­ne­re Ge­nos­sen­schaf­ten. Sie alle müss­ten in­ner­halb von we­ni­ger als einem Jahr ihre Fi­nan­zie­rung um­stel­len — eine Auf­ga­be, die kaum zu be­wäl­ti­gen ist. Weiterlesen

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Nachbarn gegen Überwachung in DD Löbtau

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Löbtau Selbstorganisiert“ vom 05.09.2013:

Pressemitteilung: Löbtauer Bürger_innen wehren sich gegen Kameraüberwachung Dresden Löbtau Ecke Wernerstraße/ Columbusstraße.

Dresden Löbtau Ecke Wernerstraße/ Columbusstraße. Hier hat die Kreatex
Grundbesitzverwaltung seit dieser Woche Kameras auf die Straße
gerichtet. Die Sanierung der Columbusstraße 9, dem ehemaligen Wohn- und
Kulturprojekt Praxis, hatte schon voher den Unmut vieler Nachbar_innen
auf sich gezogen. Nun wehren sie sich gegen die Überwachung. Weiterlesen

Polizeikessel auf der Prager Straße, während des der Fahrraddemonstration R:Ausflug am 23.03.2013

Gedächtnisprotokoll eines Straßenmusikers in Dresden

Gestern erreichte uns das Gedächtnisprotokoll eines Straßenmusikers, der auf der Prager Straße von der Polizei unter Gewaltanwendung abgeführt wurde. Den Hintergrund bildet dabei die seit 1.August gültige und noch vom alten Stadtrat verabschiedete „Sondernutzungssatzung“, welche das Aufführen von Straßenkunst streng reglementiert und kriminalisiert.

Am Dienstag, den 26.August 2014, mache ich Musik in der Prager Straße. Ohne Verstärker, eine schmale Gitarre und mein Gesang. Der alte Mann der immer die Lose für die Frauenkirche verkauft ruft die Polizei weil er mich weg haben will. Die Leute freuen sich über meine Musik – wie immer – und geben auch ganz gutes Geld. Ein Polizist und vermutlich ein Praktikant in Zivil, noch recht jung, vieleicht 20, erscheinen. Weiterlesen

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Internationale Gärten Dresden sollen einem Parkhaus weichen

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Internationalen Gärten Dresden*) sehen derzeit einer sehr ungewissen Zukunft entgegen. Auf dem Grundstück des Gemeinschaftsgartens in der Dresdner Johannstadt soll ein Parkhaus gebaut werden. Anlass ist ein Erweiterungsbau des Max-Planck-Instituts, durch den Stellplätze entfallen. Seitens der Landeshauptstadt Dresden gibt es zwar Bemühungen, eine Ausgleichsfläche zu finden. Da jedoch nicht absehbar ist, ob wir dort unser Projekt in der gleichen Qualität weiterführen können wie bisher, versuchen wir derzeit alles, um auf unserem Standort in der Pfotenhauerstraße zu bleiben. Wir haben 10 Jahre gebraucht, um den Garten an dieser Stelle zu etablieren, haben aus einer vermüllten, verwahrlosten Fläche einen Ort der Kulturen und der Begegnung geschaffen. Einen Neuanfang bei Null halten wir angesichts der ungezählten ehrenamtlichen Stunden und der bislang eingesetzten Eigen- und Fördermittel für nicht zumutbar. Weiterlesen

Reden zur Demo „Freiräume erhalten“ am 1. Februar

Black Wok, Martin-Luther-Platz
Werkstadtpiraten, Louisen-/Ecke Görlitzer Straße

Black Wok, Martin-Luther-Platz

Liebe Hungrige, liebe Menschen,
Auch wir wollen über Freiräume sprechen. Fünfeinhalb Gedanken zu Freiräumen, aus der Perspektive einer Küche.

Erstens) Freiräume sind nicht das Salz in der Suppe, sondern die Hefe im Teig!

Freiräume und selbstverwaltete Projekte sterben aus. So verschwanden zum Beispiel im letzten Jahr: Friedrichstadt Zentral (Atelier und Arbeitsstätte von Kunstschaffenden), der KOK (aus einer Besetzung hervorgegangenes, studentisch verwaltete Räume an der TU Dresden), Abfallgut (Wertstoffhof mit angeschlossenem Umsonstladen in Pieschen), die blaue Fabrik (Kulturort und Künstlervereinigung in der Neustadt), die Praxis (linksradikales Wohnprojekt in Löbtau), Probehaus G10 (von über 100 Künstler_innen genutzte Werkstätte in Reick), Büdchen (Wohnprojekt im Hecht) – es ist absehbar, dass die Liste sich verlängert. Städtische Akteur_innen, zum Teil in Zusammenarbeit mit dem LKA, wirkten in den letzten zwei Jahren mit großem Druck auf die Schließung der letzten Dresdener Freiraum-Orte hin. Die Schließungen verhallen in der Stadt weitesgehend ohne Echo- bis auf die Szene und ein paar Kleinstrukturen gibt es weder Protest, noch überhaupt Resonanz in der Öffentlichkeit.
Es ist anzunehmen, dass der Freiraum Elbtal keine Extra-Tofuwurst gebraten bekommen wird. Er steht jetzt auch auf der Abschussliste. Auf Grund der größe und Lage des Projektes sticht er besonders raus. Ebenfalls bietet er für viele Akteur_innen Infrastruktur und Wohnraum. Hier geht es aber nicht darum, die Stadt Dresden ein bisschen schöner zu machen, sondern es geht darum, die lebenswerter zu machen und Orte zu organisieren, die abseits herkömmlicher Marktlogiken funktionieren. Schließung wäre ein Verlust für Viele zum Preis von teuren Wohnungen für Wenige. Aber wir wollen uns diesen unkommerziellen Freiräum und Experimentierfeld für unsere Lebensentwürfe nicht nehmen lassen. Wir von Black Wok sehen uns als Teil dieser Graswurzelbewegung. Wir schätzen die Möglichkeiten und die Vielfalt, die der Platz bietet sehr und setzen uns deshalb mit ganzer Kraft dafür ein, dass dieser Ort noch lange erhalten bleibt. Weiterlesen

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Neue Hausprojekte suchen deine Unterstützung

Zwei vielversprechende Hausprojekte, die zur Zeit in Dresden entstehen, stellen sich vor und werben um eure Unterstützung:

Liebe Leute,

wir sind zwei Hausprojektinitiativen aus Dresden. Diesen Herbst haben beide Gruppen den Kaufzuschlag für je ein Haus in einem Bieterverfahren bekommen, und sind seitdem tief in Arbeit vergraben, um diese Vorhaben umzusetzen. Weiterlesen