Kategorie-Archiv: Allgemein

Demo für die Straßenkunst

Demo für Straßenkunst

Seit nun mehr als 2 Jahren wird von der Stadtverwaltung versucht eine Reglementierung der Straßenmusik in der Dresdner Innenstadt einzuführen. Grund dafür sei die zunehmende Überbelastung der Innenstadt in Form von Lärm durch StrassenkünstlerInnen.

Zusammengefasst ist die kommende Regelung ein schwerer Schlag gegen eine offene, freie und kostenfreie Kultur, die das Stadtbild von Dresden bereichert und prägt. Die Vielfalt wird geringer, vor allem durch die Ausgrenzung Reisender. Das Stadtbild der Kulturstadt Dresden wird starke Einbußen erleiden müssen.

http://artists-of-dresden.org/

Pizzeria Anarchia wurde geräumt

Pizzeria Anarchia
Die Pizzeria Anarchia, das Wohnprojekt mit Pizza gegen Spende in Wien wird geräumt, 1700 Polizisten waren für 19 Punks über 12 h im Einsatz. Das Haus war und bleibt ein Symbol gegen Willkür von Vermieter*innen. Die hatte nämlich die Punks erst eingeladen, um andere Mieter rauszuekeln, um schöne Eigentumswohnungen zu bauen. Nur waren die Punks eingezogen mit dem Vorsatz den Spieß umzudrehen … verbündeten sich mit Bewohner*innnen und gingen in den Widerstand.

Pressemitteilung zur Räumung (davor) 

 Ticker, Hintergrund und Meinungen bei derstandard.at

Protest-Kundgebung gegen Hafencity zur nächsten Stadtratssitzung – Schnellschuss verhindern

freiraum elbtal bleibt - logoAm Donnerstag, 10. Juli, tagt der Dresdner Stadtrat zum letzten Mal in der alten Zusammensetzung vor der Sommerpause. Es sieht ganz danach aus, als ob in aller Eile noch die Bebauungspläne für die umstrittenen Projekte Hafencity und Marina Garden aufgestellt werden sollen solange noch die alten Mehrheitsverhältnisse bestehen. Denn erst im September tritt der neue, im Mai gewählte Stadtrat zusammen, bei dem sich eine Mehrheit GEGEN die geplanten Projekte abzeichnet.

Deshalb wollen wir unseren Protest gegen das übereilte Schaffen von Tatsachen am Donnerstag vor der Stadtratssitzung kundtun. Kommt alle hin! Weiterlesen

Freiraum Elbtal BLEIBT !

Öffentliche Verhandlung zur Räumungsklage Freiraum Elbtal e.V.
Landgericht Dresden
Lothringer Straße 1
Sitzungssaal A1.78
Beginn: Di, 29.4. 16:00 (früher da sein!)

Mahnwache gegen das Projektesterben
Beginn: 15:00 (ebenda)

Die Situation um den Verbleib des Freiraum Elbtal spitzt sich zu. Nach der Kündigung durch die Eigentümer im Juni 2013 verließen die Mieter_innen des Geländes Leipziger Straße 33A nicht. Nun sollen sie mit einer Räumungsklage zum Auszug gezwungen werden.

Am Di, 29.4. 16:00 findet dazu im Landgericht Dresden der erste – vielleicht auch einzige – Prozesstermin statt. Die IG Freiräume veranstaltet aus diesem Anlass eine „Mahnwache gegen das Projektesterben“ vor dem Gerichtsgebäude. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an dieser Soli-Aktion zu beteiligen und sich damit mit den Betroffenen zu solidarisieren. Weiterlesen

Laut für Freiräume, solidarisch mit Betroffenen von Behördenwillkür Ⅱ

Der Fahrrad(r)ausflug vom 23. März letzten Jahres ist Schnee von Gestern. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Ruhestörung gegen einen Teilnehmer leider noch nicht. Am 28. Februar um 9:00 Uhr geht es am Amtsgericht Dresden (Roßbachstraße 6) bereits in die zweite Runde. Nachdem die erste Runde leider vorzeitig abgebrochen werden musste, weil sich die Gerichtsakte nicht auffinden ließ, ist die Staatsanwaltschaft weiterhin voller Siegeszuversicht und lehnte ein Friedensangebot der Verteidigung rundheraus ab. Wir sind uns nicht so sicher, ob sich die Staatsanwaltschaft mit ihrer Auffassung, auf Demonstrationen dürfe keine Musik gespielt werden, vor Gericht wird durchsetzen können. Die Verhandlung ist öffentlich. Kommt pünktlich (d.h. 8:50 Uhr), gut gelaunt und zahlreich.

Gerichtstermin_web Weiterlesen

Reden zur Demo „Freiräume erhalten“ am 1. Februar

Black Wok, Martin-Luther-Platz
Werkstadtpiraten, Louisen-/Ecke Görlitzer Straße

Black Wok, Martin-Luther-Platz

Liebe Hungrige, liebe Menschen,
Auch wir wollen über Freiräume sprechen. Fünfeinhalb Gedanken zu Freiräumen, aus der Perspektive einer Küche.

Erstens) Freiräume sind nicht das Salz in der Suppe, sondern die Hefe im Teig!

Freiräume und selbstverwaltete Projekte sterben aus. So verschwanden zum Beispiel im letzten Jahr: Friedrichstadt Zentral (Atelier und Arbeitsstätte von Kunstschaffenden), der KOK (aus einer Besetzung hervorgegangenes, studentisch verwaltete Räume an der TU Dresden), Abfallgut (Wertstoffhof mit angeschlossenem Umsonstladen in Pieschen), die blaue Fabrik (Kulturort und Künstlervereinigung in der Neustadt), die Praxis (linksradikales Wohnprojekt in Löbtau), Probehaus G10 (von über 100 Künstler_innen genutzte Werkstätte in Reick), Büdchen (Wohnprojekt im Hecht) – es ist absehbar, dass die Liste sich verlängert. Städtische Akteur_innen, zum Teil in Zusammenarbeit mit dem LKA, wirkten in den letzten zwei Jahren mit großem Druck auf die Schließung der letzten Dresdener Freiraum-Orte hin. Die Schließungen verhallen in der Stadt weitesgehend ohne Echo- bis auf die Szene und ein paar Kleinstrukturen gibt es weder Protest, noch überhaupt Resonanz in der Öffentlichkeit.
Es ist anzunehmen, dass der Freiraum Elbtal keine Extra-Tofuwurst gebraten bekommen wird. Er steht jetzt auch auf der Abschussliste. Auf Grund der größe und Lage des Projektes sticht er besonders raus. Ebenfalls bietet er für viele Akteur_innen Infrastruktur und Wohnraum. Hier geht es aber nicht darum, die Stadt Dresden ein bisschen schöner zu machen, sondern es geht darum, die lebenswerter zu machen und Orte zu organisieren, die abseits herkömmlicher Marktlogiken funktionieren. Schließung wäre ein Verlust für Viele zum Preis von teuren Wohnungen für Wenige. Aber wir wollen uns diesen unkommerziellen Freiräum und Experimentierfeld für unsere Lebensentwürfe nicht nehmen lassen. Wir von Black Wok sehen uns als Teil dieser Graswurzelbewegung. Wir schätzen die Möglichkeiten und die Vielfalt, die der Platz bietet sehr und setzen uns deshalb mit ganzer Kraft dafür ein, dass dieser Ort noch lange erhalten bleibt. Weiterlesen

Die CDU zeigt, was Transparenz nicht ist: Hinterzimmerpolitik

Vor nicht ganz einer Woche tauchte eine kleine Einladung auf den Mailinglisten und im Netz auf, die vollmundig zum Gespräch mit der USD über die Hafencity einlud. Das ganze sollte im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Dämmerschoppens des Pieschener CDU-Ortsverbandes stattfinden.

Klasse, ist es doch kaum möglich USD einmal zu Aussagen zu bewegen, geschweige denn Gespräche zu führen. Zum Beispiel warum die USD trotz vorläufigem Planungsstop anfängt im Flutgebiet zu bauen.

Frohen Mutes dort angekommen, fallen zwei Sachen auf: Das Schild „geschlossene Veranstaltung der CDU“ und der anzugtragende Türsteher. Das mit der geschlossenen Veranstaltung erschloß sich nicht ganz, zumal die Dämmerschoppen folgendermaßen angekündigt werden:

Erfahren Sie Neues aus der aktuellen Arbeit unseres Ortsverbandes und den Parteigremien. Diskutieren Sie mit und bringen Sie Ihre Erfahrungen und Ansichten ein.

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Offener Brief zur Raumsituation an die Stadt Dresden

Nachdem wir die Dresdener Stadtpolitik seit fast einem Jahr kritisch begleitet, Verhandlungen geführt, Podiumsdiskussionen veranstaltet und besucht haben,  wendet sich die IG Freiräume nun mit einem Offenen Brief an die Stadträte und die Stadtverwaltung.

Wir fordern die Unterstützung ehrenamtlicher Projekte, eine städtische Anlaufstelle für nichtkommerzielle Initiativen, die Abkehr vom Höchstpreisverfahren bei der Vergabe von Immobilien, eine Senkung der Hürden zur Raumnutzung und vor allem die frühzeitige Einbeziehung in städtische Planungen auf Augenhöhe. Weiterlesen