Kategorie-Archiv: Aktionen

Freiraum Elbtal BLEIBT !

Öffentliche Verhandlung zur Räumungsklage Freiraum Elbtal e.V.
Landgericht Dresden
Lothringer Straße 1
Sitzungssaal A1.78
Beginn: Di, 29.4. 16:00 (früher da sein!)

Mahnwache gegen das Projektesterben
Beginn: 15:00 (ebenda)

Die Situation um den Verbleib des Freiraum Elbtal spitzt sich zu. Nach der Kündigung durch die Eigentümer im Juni 2013 verließen die Mieter_innen des Geländes Leipziger Straße 33A nicht. Nun sollen sie mit einer Räumungsklage zum Auszug gezwungen werden.

Am Di, 29.4. 16:00 findet dazu im Landgericht Dresden der erste – vielleicht auch einzige – Prozesstermin statt. Die IG Freiräume veranstaltet aus diesem Anlass eine „Mahnwache gegen das Projektesterben“ vor dem Gerichtsgebäude. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an dieser Soli-Aktion zu beteiligen und sich damit mit den Betroffenen zu solidarisieren. Weiterlesen

Reden zur Demo „Freiräume erhalten“ am 1. Februar

Black Wok, Martin-Luther-Platz
Werkstadtpiraten, Louisen-/Ecke Görlitzer Straße

Black Wok, Martin-Luther-Platz

Liebe Hungrige, liebe Menschen,
Auch wir wollen über Freiräume sprechen. Fünfeinhalb Gedanken zu Freiräumen, aus der Perspektive einer Küche.

Erstens) Freiräume sind nicht das Salz in der Suppe, sondern die Hefe im Teig!

Freiräume und selbstverwaltete Projekte sterben aus. So verschwanden zum Beispiel im letzten Jahr: Friedrichstadt Zentral (Atelier und Arbeitsstätte von Kunstschaffenden), der KOK (aus einer Besetzung hervorgegangenes, studentisch verwaltete Räume an der TU Dresden), Abfallgut (Wertstoffhof mit angeschlossenem Umsonstladen in Pieschen), die blaue Fabrik (Kulturort und Künstlervereinigung in der Neustadt), die Praxis (linksradikales Wohnprojekt in Löbtau), Probehaus G10 (von über 100 Künstler_innen genutzte Werkstätte in Reick), Büdchen (Wohnprojekt im Hecht) – es ist absehbar, dass die Liste sich verlängert. Städtische Akteur_innen, zum Teil in Zusammenarbeit mit dem LKA, wirkten in den letzten zwei Jahren mit großem Druck auf die Schließung der letzten Dresdener Freiraum-Orte hin. Die Schließungen verhallen in der Stadt weitesgehend ohne Echo- bis auf die Szene und ein paar Kleinstrukturen gibt es weder Protest, noch überhaupt Resonanz in der Öffentlichkeit.
Es ist anzunehmen, dass der Freiraum Elbtal keine Extra-Tofuwurst gebraten bekommen wird. Er steht jetzt auch auf der Abschussliste. Auf Grund der größe und Lage des Projektes sticht er besonders raus. Ebenfalls bietet er für viele Akteur_innen Infrastruktur und Wohnraum. Hier geht es aber nicht darum, die Stadt Dresden ein bisschen schöner zu machen, sondern es geht darum, die lebenswerter zu machen und Orte zu organisieren, die abseits herkömmlicher Marktlogiken funktionieren. Schließung wäre ein Verlust für Viele zum Preis von teuren Wohnungen für Wenige. Aber wir wollen uns diesen unkommerziellen Freiräum und Experimentierfeld für unsere Lebensentwürfe nicht nehmen lassen. Wir von Black Wok sehen uns als Teil dieser Graswurzelbewegung. Wir schätzen die Möglichkeiten und die Vielfalt, die der Platz bietet sehr und setzen uns deshalb mit ganzer Kraft dafür ein, dass dieser Ort noch lange erhalten bleibt. Weiterlesen

Offener Brief zur Raumsituation an die Stadt Dresden

Nachdem wir die Dresdener Stadtpolitik seit fast einem Jahr kritisch begleitet, Verhandlungen geführt, Podiumsdiskussionen veranstaltet und besucht haben,  wendet sich die IG Freiräume nun mit einem Offenen Brief an die Stadträte und die Stadtverwaltung.

Wir fordern die Unterstützung ehrenamtlicher Projekte, eine städtische Anlaufstelle für nichtkommerzielle Initiativen, die Abkehr vom Höchstpreisverfahren bei der Vergabe von Immobilien, eine Senkung der Hürden zur Raumnutzung und vor allem die frühzeitige Einbeziehung in städtische Planungen auf Augenhöhe. Weiterlesen

Polizeikessel auf der Prager Straße, während des der Fahrraddemonstration R:Ausflug am 23.03.2013

Laut für Freiräume, solidarisch mit Betroffenen von Behördenwillkür [Update]

Die Fahrraddemo der IG freiräume im März war gut besucht, bunt und laut und wahrscheinlich wurde auch der Rekord für die längste und die kälteste Fahrraddemo eingestellt. Weniger schön war das Vorgehen der Polizei, die immer wieder versuchte die Demonstration zu behindern. Der Kessel auf der Prager Straße ist vielen Menschen sicher noch in unguter Erinnerung. Auch die Diskreditierungsversuche und Bußgeldverfahren im Nachgang waren nicht die feine englische Art, sind mittlerweile aber auch Geschichte. Leider besteht das Ordnungsamt darauf eine Geldstrafe wegen Ruhestörung während der Demonstration unbedingt aufrecht zu erhalten.
[Update] Das Verfahren wurde am ersten Verhandlungstermin, Freitag den 15. November, vertagt, weil das Gericht die Akte nicht finden konnte. Es bleibt also spannend.

Einladung zur Wagenplatz-Konferenz

In Dresden ist von ursprünglich mehreren Wagenplätzen aufgrund von Verdrängungsmechansimen nur einer geblieben, der noch dazu selber in seiner Existenz massiv bedroht ist. Eine Räumungsklage gegen den Wagenplatz-Verein „Freiraum-Elbtal e.V.“ in Dresden-Pieschen ist vor kurzem rausgegangen und befindet sich in Bearbeitung.

Während beispielsweise in Leipzig die ohnehin üppige Zahl an Wagenplätzen in den letzten Monaten noch gestiegen ist, blickt Dresden also in eine Zukunft, in der es keinen Platz mehr für alternative Lebens-und Wohnformen außerhalb von klassischen Wohnverhältnissen gibt. Dies passt ganz und gar in das städteplanerische Konzept der dresdner Regierungsmehrheit. Darum wollen wir zu dieser Entwicklung ein politisches Gegengewicht organisieren und es dafür benutzen, gegenüber der Stadt Dresden den Standpunkt zu vertreten, dass innerhalb dieser Stadt Flächen für alternatives Wohnen in die Stadtplanung langfristig eingeplant werden sollen.

Umundumarkt mit der IG freiräume

Die Umundu-Initiative für nachhaltigen Konsum und Entwicklung hat dieses Jahr das 5. Umundufestival mit jeder Menge Angeboten und einem Festivalmarkt am 19. Oktober, bei dem verschiedene kommerzielle und nichtkommerzielle Akteure — unter anderen die IG freiräume — sich vorstellen konnten, veranstaltet. Die IG-Freiräume war mit Infomaterial der IG und verschiedener Projekte und den 4m²-Superstadtplan auf dem Markt vertreten.
Superstadtplan
Die Besucher nutzten die Möglichkeit sich zu informieren und Wünsche für ihre Stadt zu äußern ausgiebig, unter anderen wünschten sich die Standbesucher einen Spielplatz für Erwachsene im Großen Garten, einen Regierungswechsel im Landtag und eine autofreies Viertel in der Äußeren Neustadt

Diskussion mit Stadträten und Bürgern zum Recht-Auf-Stadt-Tag

igfrei041Die Diskussion mit Stadträten und Bürgern im Rahmen der 2. Stadtwerkstatt hatte vorallem die sich drastisch verschärfende Situation auf dem Dresdener Wohnungsmarkt zum Thema. Dabei hat sich wieder einmal mehr gezeigt, dass Engagement dringend Not tut.

…, und viele Leute nicht wählen gehen. […] die CDU schafft es ihre Wähler an die Wahlurne zu bekommen. Da halten die Zusammen wie […] Pest und Cholera. […] Ich kann nur jeden animieren engagiert euch, seid auch laut, geht wählen

Es wurde aber auch dazu aufgefordert sich nicht auf Sachzwangargumente einzulassen und den Politikern etwas von ihrer eigentlichen Arbeit übrigzulassen.

Das Verständnis dafür das eben alles so läuft wie es ist. […] Das finden wir hier in der Runde ja auch obwohl niemand von der CDU dabei ist. Ich muss ehrlich sagen ich muss dafür kein Verständnis haben

Darüber hinaus sind auch alternative Praktiken, wie etwa Finanzierungen über Direktkredite angesprochen worden, die gar nicht über die offizielle Politik vermittelt sind.

Download der Diskussion mit Stadträten als mp3 oder ogg Datei

Außerdem war eine Vertreterin des Kompott aus Chemnitz da, um über dieses Projekt zu berichten und insbesondere darüber, dass auch eine ganz andere Politik seitens der Stadt möglich wäre, wenn sie denn gewollt wäre.

Download der Vorstellung des Chemitzer Projekts „Kompott“ als mp3 oder ogg Datei

Banner für den Aktionstag am 28.09.2013

Stadtwerkstatt II – “Recht auf Stadt” Aktionstag

Am 28.09 ist es wieder soweit. Die IG freiräume lädt zur zweiten partizipativen Stadtwerkstatt am bundesweiten “Recht auf Stadt” Aktionstag unter dem Slogan “Keine Profite mit der Miete” ein.

Dabei soll im Rahmen des Neustadt Art Festival nicht nur mächtig musiziert und rezipiert sondern auch kräftig diskutiert werden. Zum Beispiel mit Vertreter_innen aus Stadtpolitik und Verwaltung die genauso wie du zu einer Fishbowl-Diskussion eingeladen sind. Auch abseits der “großen Politik” wollen wir mit euch darüber sprechen, wie wir gemeinsam akuten Missständen in der Stadtentwicklung Dresdens entgegentreten können. Dabei soll es nicht nur um Verdrängungseffekte, Zwangsräumungen und andere Gentrifizierungsaspekte gehen, auch deine stadtpolitischen Themen bekommen ihren Raum.

Für die nötige Entspannung und Inspiration sorgt neben dem Ambiente der Waldbühne ein breit gefächertes Musikprogramm, Filmvorführungen, Workshops und jede Menge Kleinkunst.

Programm am Samstag 28.09

  • ab 14:00 (durchgehend) Filmvorführungen, interaktiver Stadtplan, Fotoausstellung …
  • ab 14:00 – kleine Diskussionsrunde mit lokalen Initiativen
  • ab 14:30 – Konzert: Red Cabin
  • ab 16:00 – Fishbowl Diskussion mit Vertreter_innen aus Stadtpolitik und Verwaltung
  • ab 18:00 – kleine Diskussionsrunde zu Handlungsoptionen
  • ab 18:00 – Konzert: G I O – The Guided Improvisation Orchestra
  • ab 19:30 – Konzert: ByeBye
  • ab 21:00 – Konzert: Mad Man’s Milk
  • ab 22:30 – Konzert: Ste:goons
  • ab 23:30 – Konzert: Bleckburk

Wenn du etwas beitragen möchtest, schreibe bitte an freiraum@freiraum.fueralle.org oder komme zum nächsten Vorbereitungstreffen am Mittwoch 25.09. um 20:30 Uhr im kukulida (Martin-Luther-Straße 1).

Mehr Infos

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Waldbühne am Amphitheater

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Waldbühne am Amphitheater 51.071913, 13.763380