Archiv für den Autor: martin

Blaue Fabrik

Zukunft der Blauen Fabrik ungewiss

Die Zukunft der Blauen Fabrik ist nach über 20 Jahren erfolgreicher Arbeit in den Räumlichkeiten an der Prießnitzstraße ungewiss. Bisher zum 6. Juli wurden dort regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Tanz und Theater angeboten und ein Raum auch für experiementelle und nichtkommerzielle Kunst zur Verfügung gestellt. Mittlerweile wurde die Durchführung von Veranstaltungen und die weitere Nutzung der Räume im bisherigen Sinne durch das Bauaufsichtsamt untersagt, da bauliche und Sicherheitsbestimmungen nicht erfüllt sind. Der Betreiberverein hatte bisher versucht durch eine schrittweise bauliche Ertüchtigung das Weiterbestehen der Blauen Fabrik zu sichern. Dass dieser Versuch jetzt vorerst gescheitert ist, liegt auch an den unterschiedlichen Interessen der Betreiber und der Gründstückseigentümer. Weiterlesen

Fragestunde mit Stadträten zur Hafencity

Wir möchten im Folgenden einen Gastbeitrag der Bürgerinitiative „Elbraum für Alle, Stoppt Hafencity“ zur Veranstaltung am Montag den 8. Juli im Eselnest wiedergeben:

Als Reaktion auf das Juni-Hochwasser und die Pläne für den Bau der Hafencity und den daraus resultierenden Auswirkungen auf den Stadtteil, haben sich PieschenerInnen zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, um den Protest gegen die Hafencity zu organisieren.

Am 8. Juli veranstaltete die Bürgerinitiative eine Fragestunde mit Stadträten unter den Titel „Wir möchten Antworten von unseren Stadträten“ im Eselnest in Pieschen. Dabei waren Stadträte der SPD, Linken, Bürgerfraktion und der Grünen vertreten. Dabei wurde vor allem die Gefahr angesprochen, dass durch den Bau von Wohnungen vor allem für einkommenstärkere Interessenten, die Gentrifizierung des Stadtteils durch Mietpreissteigerungen beschleunigt wird. Außerdem wird befürchtet, dass durch die Bebauung einer bislang unversiegelten Fläche Hochwasserauswirkungen verstärkt würden und dass durch die massive Neubebauung an der Elbe das Verkehrsaufkommen und die Feinstaubbelastung steigen könnten. Weiterhin wurde die Privatisierung bislang öffentlich zugänglicher Bereiche an der Elbe kritisiert. Weiterlesen

Bürgerbeteiligung ohne Bürger

Am Neustädter Hafen soll nach dem Willen der Stadt Dresden und des Immobilienkonzerns USD die „Hafencity“, ein neues Stadtviertel direkt an der Elbe, gebaut werden. Der Anklang an die Hamburger Hafencity ist dabei sicher nicht zufällig, sollen doch auch in Dresden vornehmlich hochpreisige Eigentumswohnungen, statt dringend benötigter Mietwohnungen im mittleren und unteren Preisbereich, entstehen. Für die politisch Verantwortlichen der Stadt Dresden scheint die Entscheidung für die Pläne der USD schon gefallen zu sein. Rechtliche Rahmenbedingungen und die Interessen betroffener Bürger scheint die Stadt Dresden als reine Formsache zu betrachten. Deutlich zeigt sich das im Umgang mit der im Baugesetz vorgesehenen Bürgerbeteiligung am Bebauungsplan für das Areal. Weiterlesen

StadtWerkstatt der IG Freiräume gestartet

Am Samstag, den 25. Mai 2013, ist die StadtWerkstatt der IG Freiräume gestartet. Die StadtWerkstatt ist ein Raum für Vernetzung, Selbstermächtigung, Bildung und konkrete politische Intervention in der Stadt. Sie ist auch ein Farbtupfer im grauen Alltagsbetrieb der Stadt und bringt unkommerzielle Kultur und Unterhaltung auf die Brachen, die eine einseitig an Marktbedürfnisse orientierte Stadtentwicklung hinterlässt. Der Ort der ersten StadtWerkstatt der IG Freiräume war die Grünfläche vor der Königsbrücker Straße 119, einer städtischen Liegenschaft die bereits seit einem Jahrzehnt leersteht und für die es in der Vergangenheit schon ein Nutzungskonzept als soziales Stadtteilzentrum gab.

2Y4DoGe - Imgur_small

Die IG Freiräume, die in ihr organisierten Projekte und die Freunde der unkommerziellen Dresdner Projekte haben deswegen am 25. Mai den Rasen vor der Königsbrücker Straße 119 von einer Brache in einen lebendigen Freiraum verwandelt. Ab Mittag gab es Musik, Verpflegung (vielen Dank an CasabuntA) und Informationen für neugierige Passanten, während die ersten Gäste eintrafen. Ab 14 Uhr fand eine großen Vernetzungs- und Informationsrunde statt, bei der einerseits die prekäre Lage vieler Dresdner Projekte und auf der anderen Seite ein großer Informationshunger und der Wille zu mehr gemeinsamen Handeln deutlich wurde. Zu einer tiefer gehenden, mehr an der konkreten Dresdner Sitation orientierten Analyse gab der Film „Kampf um den Kiez“ Anlass, der den Anstoß zu einer langen und fruchtbaren Diskussion gab. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung und Diskussion wurde der Geist auch durch kulturelle Angebote angeregt, etwa durch einen Streetartworkshop des AsoNet, einer Lesung von Silvio Colditz sowie Livemusik von Fogo do Ritmo, der Evergreen Troijka und Andi Valandi.
Trotz des Vorbereitungsstresses und des launischen Wetters war die erste StadtWerkstatt ein guter Auftakt für weitere Aktivitäten, sowie eine Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen, im Park zu chillen, Musik zu hören, anregende Diskussionen zu führen und dabei das politisches Anliegen der IG Freiräume nach außen zu tragen.