Archiv für den Autor: martin

Werkstadtladen geht ins Exil

Die Betreiber des Werkstadtladen können die offene Werkstatt in Löbtau nicht als Freiraumprojekt weiterführen. Am Ende führten Geldmangel und Aufwertung dazu, dass der Verein in neue Räume in der Rosenstraße umziehen muss und sein Angebot nur noch für Vereinsmitglieder aufrechterhalten kann. Der Verein möchte dies ganz explizit als eine Pause und nicht als kompletten Rückzug verstanden wissen und wirbt deswegen um weitere Mitglieder, um in Zukunft eine tragfähige Finanzierung auf die Beine zu stellen. Siehe dazu die komplette Verlautbarung des Werkstadtladens.

Laut für Freiräume, solidarisch mit Betroffenen von Behördenwillkür Ⅱ

Der Fahrrad(r)ausflug vom 23. März letzten Jahres ist Schnee von Gestern. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Ruhestörung gegen einen Teilnehmer leider noch nicht. Am 28. Februar um 9:00 Uhr geht es am Amtsgericht Dresden (Roßbachstraße 6) bereits in die zweite Runde. Nachdem die erste Runde leider vorzeitig abgebrochen werden musste, weil sich die Gerichtsakte nicht auffinden ließ, ist die Staatsanwaltschaft weiterhin voller Siegeszuversicht und lehnte ein Friedensangebot der Verteidigung rundheraus ab. Wir sind uns nicht so sicher, ob sich die Staatsanwaltschaft mit ihrer Auffassung, auf Demonstrationen dürfe keine Musik gespielt werden, vor Gericht wird durchsetzen können. Die Verhandlung ist öffentlich. Kommt pünktlich (d.h. 8:50 Uhr), gut gelaunt und zahlreich.

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Polizeikessel auf der Prager Straße, während des der Fahrraddemonstration R:Ausflug am 23.03.2013

Laut für Freiräume, solidarisch mit Betroffenen von Behördenwillkür [Update]

Die Fahrraddemo der IG freiräume im März war gut besucht, bunt und laut und wahrscheinlich wurde auch der Rekord für die längste und die kälteste Fahrraddemo eingestellt. Weniger schön war das Vorgehen der Polizei, die immer wieder versuchte die Demonstration zu behindern. Der Kessel auf der Prager Straße ist vielen Menschen sicher noch in unguter Erinnerung. Auch die Diskreditierungsversuche und Bußgeldverfahren im Nachgang waren nicht die feine englische Art, sind mittlerweile aber auch Geschichte. Leider besteht das Ordnungsamt darauf eine Geldstrafe wegen Ruhestörung während der Demonstration unbedingt aufrecht zu erhalten.
[Update] Das Verfahren wurde am ersten Verhandlungstermin, Freitag den 15. November, vertagt, weil das Gericht die Akte nicht finden konnte. Es bleibt also spannend.

Stadtkongress Dresden 2022 der Grünen

Zum Stadtkongress der Grünen hat uns folgender Kommentar erreicht:
Die Grüne Stadtratsfraktion veranstaltete am Samstag, den 2. November 2013, einen „Stadtkongress“ mit dem Thema „Dresden 2022 — Grüne Stadt der Zukunft“. Der Titel bezieht sich auch auf die Ziele der CDU für Dresden (Dresden 2025). Der Untertitel war durchaus wörtlich zu verstehen; Der Stadtkongress war eine reine Parteiveranstaltung, die Referenten größtenteils Parteigänger. Die Möglichkeit ernsthaft über die Entwicklung der Stadt Dresden zu reden wurde so von Anfang an vertan. Mit Blick auf die kommenden Stadtratswahl sollte die demokratische Opposition diese Nabelschau und Identitätspolitik schleunigst beenden, wenn sie tatsächlich an den Mehrheitsverhältnissen rütteln will. Weiterlesen

Umundumarkt mit der IG freiräume

Die Umundu-Initiative für nachhaltigen Konsum und Entwicklung hat dieses Jahr das 5. Umundufestival mit jeder Menge Angeboten und einem Festivalmarkt am 19. Oktober, bei dem verschiedene kommerzielle und nichtkommerzielle Akteure — unter anderen die IG freiräume — sich vorstellen konnten, veranstaltet. Die IG-Freiräume war mit Infomaterial der IG und verschiedener Projekte und den 4m²-Superstadtplan auf dem Markt vertreten.
Superstadtplan
Die Besucher nutzten die Möglichkeit sich zu informieren und Wünsche für ihre Stadt zu äußern ausgiebig, unter anderen wünschten sich die Standbesucher einen Spielplatz für Erwachsene im Großen Garten, einen Regierungswechsel im Landtag und eine autofreies Viertel in der Äußeren Neustadt

Diskussion mit Stadträten und Bürgern zum Recht-Auf-Stadt-Tag

igfrei041Die Diskussion mit Stadträten und Bürgern im Rahmen der 2. Stadtwerkstatt hatte vorallem die sich drastisch verschärfende Situation auf dem Dresdener Wohnungsmarkt zum Thema. Dabei hat sich wieder einmal mehr gezeigt, dass Engagement dringend Not tut.

…, und viele Leute nicht wählen gehen. […] die CDU schafft es ihre Wähler an die Wahlurne zu bekommen. Da halten die Zusammen wie […] Pest und Cholera. […] Ich kann nur jeden animieren engagiert euch, seid auch laut, geht wählen

Es wurde aber auch dazu aufgefordert sich nicht auf Sachzwangargumente einzulassen und den Politikern etwas von ihrer eigentlichen Arbeit übrigzulassen.

Das Verständnis dafür das eben alles so läuft wie es ist. […] Das finden wir hier in der Runde ja auch obwohl niemand von der CDU dabei ist. Ich muss ehrlich sagen ich muss dafür kein Verständnis haben

Darüber hinaus sind auch alternative Praktiken, wie etwa Finanzierungen über Direktkredite angesprochen worden, die gar nicht über die offizielle Politik vermittelt sind.

Download der Diskussion mit Stadträten als mp3 oder ogg Datei

Außerdem war eine Vertreterin des Kompott aus Chemnitz da, um über dieses Projekt zu berichten und insbesondere darüber, dass auch eine ganz andere Politik seitens der Stadt möglich wäre, wenn sie denn gewollt wäre.

Download der Vorstellung des Chemitzer Projekts „Kompott“ als mp3 oder ogg Datei

Geh 8 braucht Spenden um weitermachen zu können [Update]

Das Künstlerhaus geh8 braucht Geld um notwendige Reparaturmaßnahmen durchführen zu können, deswegen bittet die geh8 um Spenden:

[Update:] Dank vieler kleiner Spenden ist der nötige Betrag zusammengekommen.

Liebe Förderinnen und Förderer,
Liebe Freundinnen und Freunde der geh8,

eins können Sie uns glauben: Wir hätten lieber eine Postkarte aus dem Urlaub geschickt. Das Wetter ist prima, das Essen ist gut etc. Aber für uns ist momentan leider gar nichts gut: Unsere Atelier- und Ausstellungsräume in der Gehestraße 8 wurden Ende Mai durch das Dresdner Bauaufsichtsamt aufgrund einer fehlenden Nutzungsgenehmigung geschlossen. Seitdem dürfen wir – die 16 Künstler und Künstlerinnen des Hauses – weder dort arbeiten noch unser Veranstaltungsprogramm durchführen. Das ist kein Zustand. Aber noch können wir etwas tun – with a little help from our friends. Weiterlesen